[Interview] Autorin Christin Burger

Autorininterview mit Christin Burger

Hallo ihr Bücherwürmer,
heute habe ich ein etwas anderes Interview für euch. Im Rahmen der Fantasywoche gab die Autorin Christin Burger ein Interview. Ein weiters Interview mit ihr als Schirmherrin der Woche gibt es HIER. Neben mir haben auch die liebe Kerstin von "Kerstins Werkstatt" und die liebe Jessica von "Jesse´s Bücherberg" dieses geführt. Die Fragen sind farblich gekenntzeichnet!
(Klickt unbedingt auf ihre Seiten und auf die Seite der Autorin und der Fantasy-Woche.)


Bildergebnis für Christin BurgerÜber die Autorin: Die Autorin wurde 1975 in Tübingen geboren. Nach dem Abitur hatte sie ziellose Jahre und merkte das Schriftstellerin werden wollte. Seit 15 Jahre arbeitet sie als Autorin für verschiedene Fernsehformate, aber auch für andere Projekte. Von Köln zog sie zurück in den Schwarzwald. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Katzen dort. Ihre Hobbies sind Serien, klassische Musik und Yoga.


Das Interview:
Kerstin: Liebe Christin, würdest du dich meinen Lesern bitte kurz vorstellen?
Hallo ihr Lieben! Ich bin Christin Burger, 41 wunderbare Jahre alt und bin
Vollblutautorin. Dieses Jahr ist besonders toll für mich, denn ich werde meine
Trilogie „Im Kreis der Sieben“ abschließen. Ich schreibe nicht nur Romane,
sondern auch Kinderbücher und für Fernsehserien. Ich darf den ganzen Tag nichts
anderes machen, als mir Geschichten auszudenken und lebe damit einen Traum,
den ich schon als Kind hatte. 


Jessica: Welches Buch hat dich zum Schreiben inspiriert? Gab es ein solches
Buch?
Es gibt eine Menge Bücher, die mich inspiriert haben. Aber als Kind habe ich „Die
Unendliche Geschichte“ und „Momo“ verschlungen. Außerdem die
Fantasyromane von Hohlbein. Ich wollte damals schon Autorin werden und
irgendwann solche Bücher schreiben. Vom Stil beeinflusst haben mich dann
später besonders „Alice im Wunderland“ und „Der Goldene Kompass“.


Kerstin: Ich bin jemand, der Texte erst mal mit Stift und Papier schreibt, bevor sie
getippt werden. Wie fängst du mit einem neuen Roman an?
Das ist bei mir genauso! Eine Idee kommt – und dann wird alles handschriftlich
festgehalten. Ich schreibe sehr viel handschriftlich und kann an keinem schönen
Kugelschreiber oder Füller vorbei, ohne ihn einzustecken. Schlimm! Ich sammle
also die Ideen, die meistens kommen, wenn ich mich im Wald bewege oder
Fahrradtouren mache. Dann überfällt mich manchmal eine ganze Geschichte. Bei
meinem dritten Teil war das so. Ich hatte nichts zu schreiben dabei – Fehler! Also
habe ich alles als Sprachnachricht an meinen Mann geschickt. Jetzt habe ich
immer was zum Schreiben dabei! 


Anne: Was machst du, wenn du eine Schreibblockade hast?
Ich lasse mir Zeit. Weil ich weiß, dass die Ideen wiederkommen, wenn es soweit
ist. Ich lenke mich dann mit anderen Sachen ab. Früher habe ich manchmal Panik
bekommen, dass meine Quelle versiegt sein könnte. Aber mittlerweile weiß ich,
dass Kreativität einfach auch Pausen braucht. Allerdings kommt es wirklich
selten vor. Bei mir ist es eher so, dass es manchmal dauert, bis die komplette
Geschichte da ist. Dann kann ich mit dem Schreiben noch nicht loslegen, das war
auch beim dritten Teil so. Auf den habe ich lange gewartet. Wenn dann aber alles
da ist, schreibe ich meiste ohne Blockade durch. 


Jessica: Was ist dir bei deinen Büchern besonders wichtig?
Hm ... so vieles. Ich möchte gerne Geschichten schreiben, die authentisch sind.
Bei denen ich den Figuren gerecht werde und ihnen treu bleibe. Sprich, wenn sie
Mist bauen, dann muss ich da genauso durch wie sie. Ich will nichts beschönigen
oder es meinen Lieben einfacher machen. Ich glaube, wenn man gute Figuren
hat, dann gehen die Leser mit. Das wünsche ich mir. Und ich wünsche mir, dass
meine Bücher etwas Neues mitbringen. Ich freue mich über jede Rezension, die
betont, dass meine Bücher „anders“ sind. Das war nämlich etwas, was mir Sorge
bereitet hat – was aber offensichtlich gut ankommt. Das freut mich natürlich sehr!


Kerstin: In deinem Buch zur Fantasywoche „Im Kreis der Sieben“ macht Lara sich
auf die Suche nach ihrem Vater. Magst du es meinen Lesern mit 3 Sätzen
schmackhaft machen?
Das will ich gerne versuchen! Lara ist 16, als ihr Vater durch ein
Computerprogramm verschwindet. Sie folgt ihm und landet zu ihrem Entsetzen
im Totenreich, wo ihr Vater ihre verstorbene Mutter zurückholen wollte. In
Begleitung eines vergesslichen, schwebenden Auges reist Lara durch das
Totenreich auf der Suche nach ihrem Vater und dem süßen Jungen Timo 
und muss am Ende versuchen, Timo und ihr Leben zu retten...


Jessica: Entsteht das Ende deiner Geschichten manchmal noch bevor du den
Anfang kennst?
Ich bilde mir das manchmal ein. Eigentlich habe ich immer den ganzen Bogen der
Geschichte, wenn ich anfange zu schreiben. Aber dann passiert eigentlich immer
das gleiche: Wenn ich zum Ende gekommen bin, erfahre ich selbst erst, wie die
Bücher aufhören. Das ist ganz verrückt, wie ich finde. Ich habe ein Ende im Kopf
und steuere darauf zu. Aber dann gibt es oft eine Wendung, mit der ich selbst gar
nicht gerechnet habe und die viel besser ist als das, was ich mir ausgedacht
hatte. Das liebe ich an diesem Beruf. Als würde man sein eigenes Buch selbst
lesen... Heute – während ich das Interview gebe – schreibe ich übrigens das
Finale von Teil 3, das komplett anders ist, als ich es mir je vorgestellt hätte!


Kerstin: Hast du einen bestimmten Platz zum Schreiben? Magst du mir ein Bild
davon zeigen?
Abgesehen von der Natur schreibe ich immer am Schreibtisch. Das ist der
ruhigste Platz für mich. Hier fluppt es!


Jessica: In welches Buch kannst du selbst immer wieder flüchten?
Es gibt ein Buch, das ich immer wieder gelesen habe: „Töne aller Arten“ von Peter
Trabert. Es ist so warm und verrückt und wunderbar. Ich liebe es!


Anne: Welchen Beruf übst du aus, wenn du nicht Autorin bist?
Ich bin hauptberuflich Autorin (was das Schönste überhaupt ist!). Ich schreibe
auch für Fernsehserien, was mir Riesen Spaß macht und was dafür sorgt, dass ich
immer Abwechslung habe, neue Leute kennenlerne und jeden Tag mit
Geschichten zu tun habe. Traumhaft, oder? Für die Fernsehserien kann ich zwar
auch zuhause schreiben, wenn die Folgen aber geplottet und besprochen werden,
fahre ich oft nach Leipzig, Berlin oder Köln. Was mir großen Spaß macht. Ich habe
ja 14 Jahre in Großstädten gelebt und brauche den Trubel zwischendurch. Nach
zwei Tagen will ich dann aber zurück in die Pampa!


Anne: Was machst du in deiner Freizeit?
Ich liebe es, mit meinem Mann und meinen Freunden zu kochen, Musik zu hören,
sich zu unterhalten. Das ist das Wichtigste! Dann kommen Klavierspielen und
Wandern dazu. Da ich beruflich viel unterwegs bin, mag ich es zuhause gerne
ruhig, wenn ich ehrlich bin. Und versinke auch mal gerne in Serien, die ich dann
am Stück weggucke. Zum Glück teilt mein Mann diese Leidenschaft, sonst könnte
es schwierig werden.


Vielen lieben Dank an Kerstin, Jessica und an die Autorin Christin für diese Zusammenarbeit! 

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